Am Ende ging die Luft aus…

Die seit neuestem als Tübingen Uncoachabulls an den Start gehenden Basketballfreunde aus Tübingen haben ihren Saisonstart in der Bezirksliga leider sehr unglücklich mit 44:51 verloren. Die BSG Nordschwarzwald kam zwar bessser in die Partie, lief dann aber weite Strecken einem recht konstanten Rückstand hinterher.

Das erste Viertel verlief ganz nach dem Geschmack der anwesenden Zuschauer – vorausgesetzt man sieht gerne punktarmen, superlangsamen Basketballsport. Im Prinzip spricht der Spielstand von 8:11 nach zehn gespielten Minuten für sich. Immerhin konnten die Uncoachabulls sich rühmen, dass sich die 8 Punkte auf verschiedene Spieler aufteilten und es sicht nicht, wie bei den Gästen, um eine One Man Show handelte. Kaufen kann man sich davon allerdings weder in Tübingen noch in Freudenstadt etwas.

Auch das zweite Viertel begann erstmal sehr verhalten. Sowohl die Gäste aus Freudenstadt als auch die Hausherren zeichneten sich eher durch ihre bemühte Spielweise aus als durch echte Erfolge. In der Schule sagte man dazu früher eher „setzen, 6!“ Doch dann durfte man sich doch noch freuen, sofern man für die Jungs des SV 03 Tübingen mitfieberte. In den letzten drei Spielminuten vor dem Pausentee legten die Uncoachabulls plötzlich los wie die Feuer. Ein kurzer Zwischenspurt führte dazu, dass es zur Halbzeit 26:21 für die Gastgeber hieß.

Nach der Pause dann aber wieder das gleiche Bild wie in der ersten Halbzeit. Die Bemühungen waren da, die freien Würfe auch. Aber irgendwie wollte es einfach nicht oft genug klappen. 10:10 als Viertelergebnis ist wieder selbstredend.

Ausgerechnet im letzten Spielabschnitt konnten dann die Gäste zeigen, dass sie schon länger in der Bezirksliga weilen. In gewisser Weise sind sie die Überlebenskünstler der Liga. Dass sie sich also in entscheidenden Situationen durchbeißen können, hatten sie in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Irgendwie ging bei den Tübinger Basketballfreunden gar nichts mehr. Der Ball wollte trotz vieler Gelegenheiten nicht mehr durch die Reuse der Gäste fallen, wohingegen die Gäste sich vor allem von der Freiwurflinie nicht mehr von ihrem Ziel abbringen ließen.

Am Ende stand ein mageres 44:51 auf der Anzeigetafel. Manch einer rieb sich noch Minuten später die Augen, wenn er das Ergebnis verinnerlichte. Die Schwarzwälder durften sich am Ende als glücklicher aber verdienter Sieger wieder auf den Heimweg machen. Die Uncoachabulls hatten dagegen ein wenig Ernüchterung zum Saisonstart erfahren und mussten feststellen, dass die Kondition leider nur für 3 Viertel ausgereicht hatte. Wobei man berücksichtigen darf, dass das Spiel weder eine echte Defense-Schlacht noch ein temporeiches Ereignis war.

Wie ist das Ganze einzuordnen? Stichwort: Lehrgeld! Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht endlich wieder auf dem Court zu stehen. Und Rückkehrer Fabian Herwig hat ohnehin das erste große Saisonziel schon erreicht: er hat ein komplettes Basketballspiel von Anfang bis Ende als Spieler miterlebt. Glückwunsch dazu und Willkommen zurück!

Für die Uncoachabulls traten an: Schaefer (13 Punkte), Herwig (10), Krcmar (9), Greco (7), Kehrer (2), Manevski (2), Bitzer (1), Leibßle (0), Wilson (0)

Zu den Statistiken des Spiels: http://bit.ly/1gar1v5

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