Uncoachabulls mit bitterer Niederlage im Spitzenspiel

Vor Beginn der Spielrunde hatten die Tübingen Uncoachabulls bereits einen harten Konkurrenten um die Meisterschaft ausgemacht – die VfL Herrenberg Hurricanes. Dass dies eine berechtigte Auffassung gewesen ist, zeigte sich am vergangenen Samstag als sich beide Teams in Herrenberg trafen. Vorneweg: die Tübinger Basketballer verloren klar und deutlich mit 67:91. Doch wie kam es dazu?Zunächst einmal begann der Tag mit 3 verletzungsbedingten Absagen. Eigentlich wären die Uncoachabulls mit einem sehr variablen Kader zum Spiel angereist. Doch leider war die Trainingseinheit am Tag zuvor gesundheitlich nicht so gut verlaufen. So wurde aus einem exzellent bestücktem Team eine sehr gut besetzte Mannschaft. Im Grunde also nach wie vor ein siegfähiges Team. Aber irgendwie nagte die veränderte Situation am Selbstvertrauen der Basketballer aus der Neckarstadt.

Coach Gianni Greco merkte dies und versuchte seine Jungs vor der Partie auf die eigenen Stärken einzuschwören. In den ersten Minuten gestaltete sich die Partie auch ausgeglichen. Beide Mannschaften tasteten sich vorsichtig voran. Kurz vor Ende des ersten Viertels zogen die Gastgeber mit einem 10:0 Lauf auf 10 Punkte davon. Ein erster Hinweis auf das, was noch folgen sollte.

Die ersten Punkte des zweiten Spielabschnitts gehörten den Uncoachabulls. Die darauffolgenden acht Spielminuten erlebten die Gäste dann eine Abreibung, die sich gewaschen hatte. Ein 21:0 Run der Hausherren, bei denen nun alles zu gelingen schien, besiegelte eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt die Niederlage der Uncoachabulls. Nur ein kleiner Zwischensprint zur Halbzeitpause verhinderte noch Schlimmeres. Besonders die Defensive war in diesem Spielabschnitt vollkommen abstinent. Kein Biss, keine Cleverness und auch kein notwendiges Quäntchen Glück waren vorhanden. Null, nix, nada.

In der Halbzeitpause versuchten die Uncoachabulls das Geschehene irgendwie einzuordnen und zu analysieren. Hatte es etwas gebracht? Man konnte erstmal ein vages „Ja“ als Antwort finden. Denn die ersten 5 Spielminuten der zweiten Halbzeit waren ganz im Zeichen der unbestrittenen Offensivkraft der Gäste. Mit großen Schritten schmolz der Rückstand und auch die Nerven der Gastgeber schienen kurzzeitig blank zu liegen. Doch dann entpuppte sich alles doch als Strohfeuer. Die Hurricanes nutzten die Schwächen in der Verteidigung gnadenlos aus und vergrößerten ihren Vorsprung schnell wieder. 19 Punkte Unterschied zum Ende des dritten Spielabschnitts. Immerhin ging zumindest das Viertel mit 21:16 an die Uncoachabulls.

Das letzte Viertel war dann einigermaßen ausgewogen. Beide Teams zeichneten sich vor allem im Angriff aus. Das Visier war nun offen und das Thema Defense wurde ad acta gelegt. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb nun beide Mannschaften zusammen über 50 Punkte in einem Viertel erzielten. Letztlich gab es außer einem Buzzer Beater zu Spielende nichts aufregendes mehr zu bestaunen. Die 67:91 Niederlage war einfach nur zu deutlich.

Die Uncoachabulls mussten zugeben, dass sie an diesem Tag einem sehr gut eingestellten Team gegenüber standen, die jede Nachlässigkeit auszunutzen wussten. Zudem kann man mit einer solch harmlosen Verteidigung in keinem Spitzenspiel bestehen. Allerdings war das auch absolut nicht das Normalniveau der Uncoachabulls. Irgendwas passte einfach nicht in diesem Spiel.

Dass sie es besser können, dürfen die Uncoachabulls gleich im nächsten Spiel beweisen. Dann erwartet sie das nächste Spitzenspiel gegen den punktgleichen SV Böblingen 3. Ein weiterer sehr gefährlicher Gegner, der erstmal besiegt werden muss. Es geht um nichts geringeres als die Tabellenführung.

 

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