Große Freude nach drittem Sieg in Folge

Im dritten Heimspiel der aktuellen Saison mussten sich die Schläfer vom Neckar bereits auf die dritte unterschiedliche Heimspielstätte einstellen. Dieses Mal war die altehrwürdige Uhlandhalle der Ort des Geschehens. Es gastierte der Bezirksliga-Absteiger, namentlich der VfL Herrenberg, der das Hinspiel knapp mit 58:54 für sich entscheiden konnte. Für die Tübinger Basketballer endete mit diesem Spiel eine mehrwöchige Spielpause. Während die Konkurrenz fleißig weiterspielte, waren die Schläfer aufgrund von Spielplanänderungen zum Zuschauen gezwungen. Nun war es aber wieder soweit und die Schläfer durften aktiv werden. Auch Edelfan Siggi H. wollte sich das mit Spannung erwartete Duell nicht entgehen lassen. Schließlich konnte er nicht glauben, dass seine Schläfer das Hinspiel verloren hatten. Außerdem wollte er wissen, ob seine Serie auch gegen einen schweren Gegner Bestand haben kann.

Ob es jetzt an seiner Unterstützung von der Zuschauertribüne lag oder an der konstanten Leistung der Tübinger Basketballer, die sie innerhalb der Partie sowohl offensiv als auch defensiv abrufen konnten, ist noch wissenschaftlich zu erforschen. Letztlich ist es auch egal, woran es nun wirklich gelegen hat, denn die Schläfer freuten sich sowohl über den tollen Auftritt als auch über die Unterstützung aller anwesenden Zuschauer. Das macht definitiv Lust auf mehr!

Ein langer Zeitraum ohne Spiel endete endlich als der VfL Herrenberg am 20.11.2011 bei den Tübinger Basketballern gastierte. Der als Herrenberg Hurricanes bekannte Bezirksliga-Absteiger konnte den Schläfern vom Neckar im Hinspiel einen 58:54 Sieg abtrotzen. In einer engen Schlussphase agierten die Unistädter etwas ungeschickt und mussten sich letzten Endes geschlagen geben. Im dritten Heimspiel der Saison wollten die Schläfer die Hinspiel-Niederlage wieder wett machen und den dritten Sieg in Folge einfahren. Coach Gianni Greco konnte aus den Vollen schöpfen und hatte ganze 11 Schläfer-Akteure zur Verfügung. Dies sollte dem Gegner schon vor der Begegnung klar machen, dass es die Jungs aus der Neckarstadt an diesem Tag sehr ernst meinten. Auf die leichte Schulter konnten die Hausherren das Spiel ohnehin nicht nehmen. Durch die zwei Auftaktniederlagen zu Beginn der Saison sind die Schläfer schon zum jetzigen Zeitpunkt unter Zugzwang. Jede Niederlage wirft die Tübinger Basketballer im Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze der Kreisliga Nord 2 weit zurück. Dies liegt vor allem an der bislang sehr ausgeglichenen Ligastärke.

Da jede Mannschaft jeden anderen Kontrahenten besiegen kann, wollten die Schläfer auch Taten auf den vehement geäußerten Siegeswunsch folgen lassen. Dass man in dieser Saison bereits das dritte Heimspiel an unterschiedlicher Heimspielstätte bestritt machte sich kurz nach Spielbeginn bemerkbar. Zwar kamen die Schläfer vom Neckar einigermaßen gut in die Partie, doch nachdem Gianni Greco zwei Dreier in Folge verwandelte, taten sich die Gastgeber etwas schwer, den Ball im Korb unterzubringen. Doch auch die Herrenberger kamen noch nicht so gut in Tritt, weshalb das erste Viertel bis zum Ende recht ausgeglichen verblieb. Vor den Augen von Edelfan Siggi H. konnten die Schläfer in der Schlussminute dann aber noch den Turbo zünden. Angriff, swish, Angriff, swish, Angriff, swish. So könnte das Statement von Stilian Manevski (Стилиан Маневски) in ausgeschriebener Form lauten. In drei aufeinanderfolgenden Offensivaktionen konnte er jeweils einen astreinen Dreipunktwurf im gegnerischen Korb unterbringen. Einen Korb mit Foul und erfolgreichem Bonusfreiwurf durch Patrick „Matze“ Schaefer später endete das erste Viertel mit einem 12:0-Lauf mit 23:16 für die Schläfer vom Neckar.

Es schien alles zu passen. Was in den vergangenen Spielen circa eine Halbzeit lang benötigte, war dieses Mal scheinbar schon im ersten Spielabschnitt vorhanden. Die Mannschaft hat sich also endlich gefunden. Tja, so dachte man vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt, wenn man für die Schläfer  vom Neckar fiebert. Leider war es dann aber erstmal wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Da die Bank der Gastgeber an diesem Tag jedoch sehr tief war, konnte fast entstandene Ausgleich zur sechsten Spielminute des zweiten Quarters noch vermieden werden. Jetzt fand nämlich Jason Kaempf, der in dieser Saison noch nicht so viel Einsatzzeit ergattern konnte, seinen Wurf und markierte ganze 9 Punkte in diesem Viertel. Möglich war dies durch eine sehr flexible Offensive, die immer wieder auf’s Neue den freien Mitspieler fand. Das Zusammenspiel der Schläfer klappte nun wieder deutlich besser. Dies wirbelte die Defensivreihen der Herrenberger ganz schön durcheinander. Natürlich sehr zur Freude der Tübinger Coaching Staff. Zur Halbzeitpause lagen die Schläfer mit 41:32 Punkten vorne.

Auch wenn die erste Halbzeit schon sehr ordentlich verlief, wussten die Schläfer, dass sie auch weiterhin konzentriert bleiben mussten. Dass sie sich dessen bewusst waren, konnte man deutlich an der sehr bissigen und effektiven Verteidigungsarbeit erkennen. Die Schläfer, die sich in der Offensive nicht oder nur bedingt in die Scorerliste eintragen konnten, leisteten dafür in der Defense  ganze Arbeit. So hatten die Hurricanes kaum eine Chance, den Weg zum Korb zu finden oder zu vielen Rebounds zu kommen. Und im Angriff waren die Schläfer nun ebenfalls kompromisslos. Vor allem unter den Körben konnten die Schläfer in dieser Phase des Spiels Akzente setzen, was daran zu erkennen ist, dass die Punkte vorrangig durch Matze Schaefer, Brad Endecott und Alex Bitzer erzielt wurden. Besonders für Brad freuten sich die teilnehmenden Schläfer sehr. Er hatte sein Können, das er früher in der Jugend an der Seite von Johannes Herber beim TV Langen erlernte, nun ab und an aufblitzen lassen. Das Prunkstück war aber definitiv die Defensivabteilung. Die Herrenberg Hurricanes konnten in diesem Viertel bei 9 Punkten gehalten werden. Da die Schläfer ihrerseits 21 Punkte beisteuerten, gingen sie mit einer komfortablen 62:43 Führung in die letzte Viertelpause des Spiels.

Dass die Herrenberger aber immernoch nicht als besiegt betrachtet werden durften, hatten die Schläfer schon schmerzlich im Hinspiel feststellen müssen. Damals lagen die Schläfer zwar nicht so großzügig in Front, hatten sich aber dennoch schon in Sicherheit gewähnt. Und wie schon im ersten Aufeinandertreffen machten die Gäste das Spiel nun sehr schnell. Sobald sie in Ballbesitz kamen , rannten sie ohne Furcht in Richtung des Schläfer-Korbes. Die Hausherren hatten ihrerseits Probleme in der konsequenten Rückwärtsbewegung. Dies führte dann zwangsläufig zu einigen einfachen Korberfolgen für den VfL. Jetzt waren die Schläfer etwas von der Rolle und der Erfolg drohte tatsächlich in Gefahr zu geraten. Erste Nervosität machte sich breit und ausgerechnet der erfahrenste Schläfer-Akteur leistete sich nun ein technisches Foul wegen Meckerns. Gianni Greco sah dennoch keinen Anlass für eine Auszeit. Viel lieber konzentrierte er sich auf punktuelle Auswechslungen, um wieder etwas mehr Aggressivität in die Verteidigung zu bekommen. Es dauerte aber eine kleine Weile bis die richtige Formation für die letzten Minuten des Spiels gefunden war. In der achten Spielminute, also zwei Minuten vor Spielende, kamen die Gäste auf 10 Punkte heran, dann griffen die Maßnahmen der Schläfer aber wieder und in den letzten beiden  Minuten konnte ein weiterer Korberfolg des VfL vermieden werden. Den krönenden Abschluss  dieser für die Schläfer sehr erfolgreichen Partie lieferte Stoffel Kehrer mit einen Buzzer Beater von jenseits der Dreipunktlinie. Damit markierte er den 76:58 Endstand für seine Farben.

Dass die Schläfer vom Neckar mit 18 Punkten Unterschied gewinnen würden, war im Vorfeld der Begegnung natürlich nicht abzusehen. Für den direkten Vergleich mit diesem heißen Kandidaten für die ersten beiden Tabellenplätze war dieser Erfolg aber sehr viel wert. Es wird zwar erst am Ende abgerechnet, dennoch darf man sich darüber freuen, dass der Sieg letztlich so deutlich ausgefallen ist. Der dritte doppelte Punktgewinn in Serie ist mit sehr viel Teamgeist erspielt worden. Schön war vor allem, dass die Defensive wieder an die alte Stärke erinnern konnte. Ebenfalls ein Instrument für diesen Erfolg: das Zusammenspiel der Schläfer. Es war sehr schön anzusehen, wie der Ball durch die eigenen Reihen lief und dann im richtigen Moment den Weg in den Korb fand. Edelfan Siggi H. fasste es passend zusammen: „Es ist schön mitanzusehen, wie sich das Team mannschaftsdienlich den Sieg erarbeitet. Das macht richtig Spaß!“

Mit nunmehr drei Erfolgen aus fünf Spielen rangieren die Schläfer im oberen Tabellendrittel. Noch sind sie aber noch sehr weit von den beiden ersten Tabellenplätzen – die eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde ermöglichen würden – entfernt. An der Tabellenspitze steht der SV Weilheim. Die Weilheim Crocodiles haben in 7 Spielen erst einmal verloren und konnten bislang sehr überzeugen.  Und genau diese Mannschaft ist der nächste Gegner der Schläfer vom Neckar. Am 08. Dezember 2011 treffen die Basketballer des SV 03 Tübingen um 19 Uhr im prestigeträchtigen und sehr historischen Derby in der Weilheimer Rammerthalle auf den wieder erstarkten Verein aus dem Tübinger Vorort. Eines ist klar: es wird schwer! Die Schläfer freuen sich deshalb über jede Unterstützung, die sie bekommen können!