Das Jahr 2011 wird mit einem Heimsieg verabschiedet

Noch vor drei Tagen hatten die Schläfer vom Neckar eine herbe Niederlage einstecken müssen. Beim SV Weilheim war bekanntlich auch dieses Mal wieder nichts zu holen. Eine Chance hatten die Tübinger Basketballer aber noch, um das Jahr 2011 erfolgreich zu beenden. Der VfL Sindelfingen 2 war zu Gast in der Uhlandhalle. Was wäre eine Saison ohne ein Duell gegen den VfL Sindelfingen? Man würde sich ja schon fragen, ob die Schläfer eine ganze Saison ausgesetzt haben. Aber keine Angst, sie sind nach wie vor am Start. Und auch in dieser Saison heißt einer der Kontrahenten VfL Sindelfingen. Mit Ruhm bekleckert haben sich die Schläfer in diesem Spiel zwar nicht unbedingt, 2 Punkte für den Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze konnten sie sich aber dennoch ergattern. In einem umkämpften Spiel setzten sich die Unistädter letztlich mit 74:67 durch und gehen mit einem Sieg in die Weihnachts- und Neujahrspause.

Am Sonntag, den 11.12.2011, war mit dem VfL Sindelfingen 2 ein alter Bekannter der Schläfer vom Neckar in der Tübinger Uhlandhalle zu Gast. In den vergangenen Spielzeiten gab es des Öfteren heiße und zum Teil sehr hitzige Duelle mit den Sindelfingern. Dieses Mal waren die Gegebenheiten aber ganz anders in den Jahres zuvor. Die Schläfer haben ein ziemlich neues Team und die Sindelfinger sind sich auch bewusst, dass man auch mit etwas weniger Aggression auftreten  und dennoch erfolgreich sein kann. Allerdings ist der VfL Sindelfingen momentan nur Tabellenletzter der Kreisliga Nord 2. Das liegt aber vor allem daran, dass die Mannschaften dieser Staffel allgemein als relativ stark einzuschätzen sind. Somit ist auch die Sindelfinger Truppe nicht zu unterschätzen. 10 Schläfer wollten sich nach der Niederlage in Weilheim vor drei Tagen wieder an einem Sieg versuchen. Ausgebremst wurden alle Akteure aber erstmal vom vorher stattfindenden Spiel, das nicht nur ewig – ca. 2 Stunden – für zwei Halbzeiten benötigte, sondern zu allem Überfluss auch noch in die Verlängerung ging. Das Spiel der Schläfer konnte somit erst mit fast dreiviertelstündiger Verspätung beginnen.

Entsprechend nervös und unkonzentriert zeigten sich die Schläfer von Beginn an. In den ersten 5 Spielminuten gelang ihnen kein einziger Korberfolg. Und es war noch viel schlimmer. Die Sindelfinger, die nicht in Bestbesetzung angetreten waren, konnten ihrerseits ganze 13 Punkte im selben Zeitraum verbuchen. Eine haarsträubende Leistung der Schläfer, bei der man froh sein konnte, dass die Zuschauerränge fast komplett leer waren und sich niemand diese Anfangsphase freiwillig antun musste. Womöglich hätte sonst noch jemand Schmerzensgeld verlangt. Eine Auszeit der Schläfer war unvermeidbar. Das Trainergespann Greco und Küper konnte seine Mannen wieder zurück in die Spur führen. Nach der dringend benötigten Auszeit kamen die Schläfer nicht nur taktisch, sondern auch mental verändert auf das Spielfeld zurück. So stand es nach sieben Spielminuten bereits nur noch 19:11 aus Sicht der Gäste. Und auch in den folgenden Minuten blieben die Hausherren am Ball. In dieser Phase zeigte sich Brad Endecott besonders stark und führte seine Farben auch punktetechnisch an. Bei den anderen Schläfern war nun vor allem in der Defense der nötige Biss zu erkennen. Durch den schwachen Start lagen die Schläfer zur ersten Viertelpause mit 15:22 im Hintertreffen.

Es war allen klar: um hier und heute gewinnen zu können, musste eine echte Energieleistung vollbracht werden. Nur wer den längeren Atem hat und die nötige Geduld mitbringt, wird einen Sieg davontragen. Und die Schläfer waren nun wirklich mitten in der Partie. Zwar hielt der VfL in Person von Vasquez-Pichardo immer wieder dagegen, aber der Rückstand der Schläfer schmolz zusehends. Die erste Führung der Gastgeber war dann endlich erreicht als Gianni Greco in der achten Spielminute des zweiten Viertels per Dreier das 36:33 markierte. Zuvor hatte er bereits den Gleichstand markiert. Offensiv ebenfalls sehr auffällig waren zu diesem Zeitpunkt Jörg Gronbach,  Patrick „Matze“ Schaefer und Jason Kaempf. In der Defensive waren es dagegen alle Schläfer, die  mit der notwendigen Bissigkeit jeden Sindelfinger Angriff erschwerten. Eine tolle Kraftleistung, die die Schläfer als Team auf das Spielfeld brachten. Die Belohnung: eine Halbzeitführung von 38:35.

Fest stand, dass bis hierher noch nichts erreicht wurde. Dem bisherigen Spielverlauf zufolge, konnte man getrost davon ausgehen, dass der VfL Sindelfingen Lunte gerochen hatte und dieses Spiel auf gar keinen Fall kampflos abgeben würde. Und so war es dann auch. Die Schläfer blieben zwar spielbestimmend, der VfL ließ sich aber nicht abschütteln. Insgesamt handelte es sich aber um kein besonders ansehnliches Viertel. Auch hier konnte man eigentlich froh sein, dass sich das kaum ein Zuschauer freiwillig antat. Außer zwei Dreiern durch Stilian Manevski und Martin Leibßle gelang den Schläfern nur noch von der Freiwurflinie etwas. Ansonsten handelte es sich eher um ein Spielabschnitt zu dem man eigentlich nicht mehr viel sagen sollte außer das Zwischenergebnis nach 30 gespielten Minuten. Die Schläfer führten mit 52:48.

Im letzten Viertel der Begegnung, verkürzte der kaum zu stoppende Vasquez-Pichardo den Spielstand auf 52:51 aus Sicht der Unistädter. Doch dann folgte ein kurzer Zwischenspurt der Schläfer, der punktetechnisch vor allem durch Jay Gronbach geprägt war. Innerhalb von zwei Minuten steuerte er 7 Punkte bei, um die Sindelfinger etwas auf Distanz zu halten. In der darauf folgenden Auszeit der Gäste brannte dann kurzzeitig eine Diskussion zwischen dem Schiedsrichter und dem VfL Sindelfingen auf. Der Grund war nachvollziehbar, denn leider hatte das Schiedsgericht an diesem Tag schon einige Male zuvor Unsicherheiten gezeigt und nun stellte sich heraus, dass nach der Halbzeit auf dem Spielberichtsbogen vergessen wurde die Seiten beider Mannschaften zu tauschen. Nachdem die Sache dann aufgelöst wurde und damit geklärt war, konnte die Partie dann  beim Stand von 65:57 für die Schläfer weitergehen. Ab diesem Zeitpunkt spielten die Gastgeber praktisch nur noch gegen einen Sindelfinger. Vasquez-Pichardo riss das Spiel des VfL an sich und behauptete sich gut gegen die Hausherren. Allerdings musste er sich jeden Korberfolg gegen die harte Defense der Schläfer erkämpfen. Ihm haben es die Sindelfinger aber zu verdanken, dass die Schläfer bis zum Ende des Spiels kaum noch wegziehen konnten, obwohl der VfL eigentlich stehend KO war. Trotzdem reichte es am Ende für die Tübinger Basketballer zu einem dann doch noch relativ ungefährdeten 74:67 Sieg.

So ganz zufrieden wirkten die einzelnen Schläfer-Akteure zwar nicht, aber ein Sieg bleibt ein Sieg. Egal wie hoch oder glücklich er auch ausfallen mag. Nach der sehr schlechten Startphase können die Schläfer sogar froh sein, dass sie den Kopf noch aus der Schlinge ziehen konnten. Eine Niederlage hätte im Prinzip schon das Ausscheiden aus dem Rennen um die ersten beiden Tabellenplätze bedeuten können. Deshalb darf man auch mit Stolz sagen, dass man sich wieder zurückgekämpft hat und das Spiel für sich entscheiden konnte. Dennoch hat die Begegnung gezeigt, dass die Schläfer noch sehr viel Arbeit vor sich haben und ihnen auch weiterhin nichts geschenkt werden wird.

Nun können sich die Schläfer vom Neckar aber erstmal für das Jahr 2011 verabschieden. Und was ist dafür besser geeignet als ein Sieg? Sportlich gesehen: nichts! Auf diesem Wege allen Fans, Supportern, Kontrahenten, Schläfer-Akteuren und Familienmitgliedern ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2012! Ein herzliches Dankeschön für alles!

Für die Schläfer geht es am 14.01.2012 um 14 Uhr in der Uhlandhalle weiter. Der SV Holzgerlingen 2 wird dann zu Gast sein. Da es auch im kommenden Jahr wieder spannend sein wird, wie sich die Schläfer weiterentwickeln, freuen sie sich über reges Zuschauerinteresse und die dazu passende Unterstützung.

Auf diesem Wege noch ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2012! Vielen Dank an alle, die Teil der Schläfer-Gemeinde sind und auch regelmäßig auf www.schwaben-basketball.de vorbeischauen.