Hurra! Der erste Saisonsieg ist da!

Die Tübingen Uncoachabulls hatten noch vor der Saison darum gebeten, das Auswärtsspiel bei den Baskets Villingen-Schwenningen 2 zu verlegen. Eigentlich wäre diese Partie des 6. Spieltags für den 22. November angesetzt gewesen. Es war aber zu befürchten, dass die Uncoachabulls an diesem Tag nur sehr dezimiert anreisen könnten. Nun war der Tag gekommen, an dem dieses vorgezogene Spiel stattfinden sollte. Und was geschah? Weder die Tübinger Basketballer noch die Gastgeber konnten personell aus dem Vollem schöpfen. Ganze sechs Unistädter trafen auf sechs Doppelstädter. Immerhin waren die Kräfte dadurch gleich verteilt.

Stichwort Kraft: Genau um dieses im Basketballsport wichtige Attribut nicht sinnlos zu verschwenden, hatten beide Teams einen sehr langsam Start in die Begegnung gewählt. Bei den Basketballfreunden aus Tübingen lag das außerdem am Respekt, den man vor dem Gegner hatte. Schließlich ist bei den Kontrahenten der Altinternationale Georgi Bujukliev tätig und die Mannschaft aus Villingen-Schwenningen hatte bislang beeindruckende Erfolge feiern können. 13:13 lautet nach 10 Minuten der Spielstand. Slow start wie man im Mutterland des Basketballsports sagen würde. Aber immerhin versprach dies etwas Spannung.

Nach diesem Abtasten legten beide Mannschaften aber einen deutlichen Zahn zu. Für die Gastgeber bedeutete dies, dass nun die Würfe von außen durch die Tübinger Reuse gelangten. Bei den Uncoachabulls bedeutete das dagegen, und jetzt muss man sich festhalten, einige Punkte durch Fastbreaks. Ja, richtig gelesen. Die Uncoachabulls können schnelle Tempogegenstöße initiieren und erfolgreich abschließen. Die Spielweisen beider Teams waren auf ihre Art erfolgreich. Da die Gäste bedingt durch eine außerordentlich guten Offensiv-Phase von Jay Gronbach und Patrick Schaefer etwas effektiver waren, stand es nach 20 Spielminuten 36:33 für die Unistädter.

Das dritte Viertel plätscherte dagegen wieder sehr schleppend vor sich hin. Ein mageres 12:12 war das Ergebnis zweier sich gegenseitig neutralisierender Kontrahenten. So blieb das Spiel aber auch spannend bis ins letzte Viertel. Mit weiterhin 3 Punkten Vorsprung gingen die Uncoachabulls in diesen Schlussabschnitt. Zur Freude der nicht mitgereisten Fans und der anwesenden 6 am Spiel teilnehmenden Ex-Schläfer vom Neckar kassierte gleich zu Beginn Bujukliev sein fünftes persönliches Foul und musste fortan vom Spielfeldrand die Geschicke der Gastgeber koordinieren. Schön war, dass das Foul abseits des Balles passierte und der Dreier mit Berührung der Unterkante des Rings von Gianni Greco damit noch zählte.

Ihres Anführers beraubt, hatten die Hausherren aus der Doppelstadt des Neckarursprungs, nun nur noch stumpfe Waffen zur Auswahl. Die Jungs des SV 03 Tübingen machten aber in dieser Phase auch keine sonderlich glückliche Figur in der Offensive. Minutenlang fiel kein einziger Korb. Erst gegen Ende der Partie zogen die Uncoachabulls dann etwas davon. Da es aber immernoch recht knapp war, versuchten sich die Doppelstädter an einer Pressverteidigung. Diese floppte allerdings und führte eher dazu, dass die Gastgeber dazu gezwungen waren, die Spieluhr mit Fouls zu stoppen. Die Freiwurfquote war zwar nicht sonderlich gut, aber die Folge war, dass die Baskets aus Villingen-Schwenningen aufgrund der hohen Foulbelastung in den letzten Sekunden nur noch zu Dritt spielen durften.

Der erste Sieg der Saison war den Tübinger Uncoachabulls damit nicht mehr zu nehmen. Über den 63:52 Erfolg freuten sich alle 6 mitgereisten Jungs außerordentlich sehr. Im Spiel 6 gegen 6 hatten die Gäste einfach das bisschen Glück und Geschick mehr, das an diesem Tag einfach von Nöten war. Nach Saison übergreifend 8 Niederlagen in Folge war dieser Sieg auch dringend benötigt. Balsam auf die Seelen der Uncoachabulls und ganz sicher auch auf die Seelen ihrer Supporter.

Bevor es in eine kurze herbstliche Ferienpause geht, steht für die Uncoachabulls am 29.10.2013 das 1. Spiel des Bezirkspokals auf dem Programm. Ab 20.15 Uhr treffen die Tübinger Basketballer in der Sporthalle beim Panoramabad in Freudenstadt auf die BSG Nordschwarzwald. Der Sieger zieht in Runde 2 ein, der Verlierer darf sie voll und ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren.

Für die Uncoachabulls traten an: Gronbach (28 Punkte), Schaefer (15), Greco (7), Krcmar (6), Kehrer (5), Bitzer (2)

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.