Sieg beim Heimspieldebüt

Knapp sechseinhalb lange Monate liegen zwischen dem letzten Heimspiel der abgelaufenen Spielzeit und dem ersten Heimspiel der aktuellen Saison. Wie auch im vergangenen Jahr hieß der erste Gast BSG Nordschwarzwald. Die angereiste Gastmannschaft, die sich vorwiegend aus den Aketeuren von Croatia Freudenstadt zusammensetzt, staunte nicht schlecht als 30 Minuten vor eigentlichem Spielbeginn noch immer das Spiel der Tübinger Jugendoberligamannschaft in vollem Gange war. Genauer gesagt endete zu diesem Zeitpunkt erst die Halbzeitpause.Irgendwie hatten sich die vorherigen Spiele des Tages sehr verzögert und somit war sowohl für die Uncoachabulls als auch für die BSG Nordschwarzwald kein ordentliches Warm-Up möglich. Als es dann aber endlich soweit war und der Sprungball zum Spielstart vollzogen wurde, konnte man schnell feststellen, dass die Uncoachabulls hellwach waren. Zu sehr saß der Stachel aus dem ersten Saisonspiel, als man zu lethargisch agierte. Die Hausherren hatten „Attacke“ auf ihren Fahnen stehen. Kein Wunder also, dass es nach zehn Spielminuten 23:10 aus Sicht der Gastgeber stand.

Auch nach der Viertelpause waren die Uncoachabulls entschlossen zum Korb gezogen. Es sah also danach aus, als ob dieses Spiel schnell entschieden sein könnte. Plötzlich dann aber ein Bruch im Spiel der Tübinger Basketballer. Eine gewisse Überheblichkeit, die man sonst eher von einer iberischen Nationalmannschaft kennt, machte sich breit und führte dazu, dass die Gäste sich angestachelt fühlten, eine Aufholjagd zu starten. Auch ohne ihren Topscorer Milavic, der an diesem Tag aus unbekannten Gründen nicht am Spiel teilnahm, schafften sie es, sich bis zur Halbzeitpause auf 5 Punkte heranzukämpfen.

Head Coach Gianni Greco war sauer und fand in der Spielunterbrechung deutliche Worte. Warum er allerdings nicht schon während des zweiten Viertels eine Auszeit nahm, um diese Punkte anzusprechen, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls schien er den richtigen Ton gefunden zu haben. Binnen drei Minuten war der Vorsprung auf 14 Punkte angewachsen. Vor allem von jenseits der Dreipunktlinie fanden gleich 4 Würfe ihr Ziel. Ganz vorne mit dabei: Jason Kaempf. Ihn hatten die Gäste aus dem Schwarzwald so gar nicht auf ihrer Rechnung.

Dass er einen Sahnetag erwischt hatte, zeigte er dann auch im letzten Spielabschnitt. Nachdem die Uncoachabulls im dritten Viertel satte 28 Punkte erzielten, war der Bann der BSG gebrochen. Sie versuchten es immer wieder mit Dreipunktwürfen. Bis auf 2 Erfolge sprang dabei nichts heraus. Und so konnte allen voran Jason in einigen Situationen sein Können zeigen: Ballgewinn hinten, Korberfolg vorne. Auch seine Mitspieler freuten sich sehr mit ihm. Schließlich wissen sie um das Potenzial des griechischen Zauberzwirblers. Einer geheimen Quelle zufolge war das Training am vorherigen Tag für Jason ein totales Desaster. So erscheint die Geschichte seines Auftritts wie die wundersame Wiederkehr von Odysseus. Am Ende war er mit 24 Punkten bester Punktsammler aller Teilnehmer.

Allerdings muss man auch hervorheben, dass sich alle 8 Uncoachabulls uneingeschränkt ins Zeug gelegt hatten. Der Endstand von 81:55 spiegelt das tatsächliche Kräfteverhältnis dieses Tages wider. Trotzdem fand Gianni Greco auch noch lobende Worte für die Gäste: „Die BSG Nordschwarzwald hat merklich alles investiert, was sie zu bieten hatten. Da war ganz schön viel Herz dabei. Umso schöner ist es, dass meine Jungs nach dem enttäuschendem ersten Spiel eine tolle Reaktion gezeigt haben. Die grundsolide Defense war heute die Basis.“

Auf diese Leistung kann man aufbauen. Am besten gleich im nächsten Heimspiel.

Die Gamestats der Tübingen Uncoachabulls:

Nachname
Vorname
Punkte
FTA
FFTM
2er
3er
Fouls
 Bitzer  Alexander  4  2  0  2  0  3
 Dettner  Jakob  11  6  4  2  1  1
 Greco  Gianvito  3  0  0  0  1  0
 Gronbach  Jörg  23  6  4  5  3  2
 Kaempf  Jason  24  0  0  6  4  3
 Klaus  Michael  6  4  4  1  0  2
 Netzel  Lothar  2  0  0  1  0  4
 Schagerl  Valentin  8  6  4  2  0  3

 

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