Die Uncoachabulls sind Meister!

Die Tübingen Uncoachabulls haben es tatsächlich geschafft! Sie sind Meister der Kreisliga West! Das Saisonziel ist damit erreicht. Der sofortige Wiederaufstieg stand für die Tübinger Basketballer von Beginn an ganz oben auf der Agenda. Schnell war klar, dass dieses Ziel machbar sein würde. Die meisten Kontrahenten wurden deutlich besiegt und dabei wurden sogar alte Rekorde gebrochen. Unter anderem beim Heimspiel gegen den TSV Calw als die Uncoachabulls ihren eigenen Rekord hinsichtlich Punktedifferenz mit einem 113:35 pulverisierten. Beim Rückspiel in Calw hatten die Unistädter nun die Gelegenheit sich die Meisterschaft zu sichern. Gefühlt hatte man die Meisterschaft nach dem Sieg im Heimspiel gegen die Herrenberg Hurricanes bereits in der Tasche. Tatsächlich mussten aber aus den letzten drei Saisonspielen mindestens zwei Siege errungen werden, um uneinholbar auf Platz 1 zu bleiben. Spiel 1 wurde beim TV Rottenburg 2 eingefahren und Sieg Nummer 2 sollte dann bei den Calwer Lions folgen.

Leider erwischten die Uncoachbulls bei den Gastgebern aus der Hermann Hesse Geburtsstadt einen äußerst gebrauchten Tag. Nicht nur, dass sie Probleme beim Auffinden des Spielorts hatte, sondern auch auf dem Parkett lief es mal so gar nicht rund. Die Osterpause und der unregelmäßige Spielplan könnten als Entschuldigung herangezogen werden, aber das war ganz sicher nicht der Grund für die wohl schlechteste Saisonleistung der Gäste. Zwar traf Center Nicholai Wilson seine ersten drei Würfe in der Zone, doch danach folgte nicht mehr viel Positives von den Uncoachabulls. Die Hausherren hatten dagegen ein paar kuriose Korberfolge – vorwiegend unter Einsatz des Bretts – zustande gebracht. Es entwickelte sich eine sehr zähe, kaum anschauliche Begegnung, die nach zehn Spielminuten in einer 17:12 Führung für den SV 03 Tübingen pausierte.

Auch nach dieser kleinen Unterbrechung blieb die Partie unansehnlich. Nach Filetstückchen mussten die Basketball-Gourmets unter den Zuschauern vergeblich suchen. Es war einfach ein grauenhaftes Spiel. Man wurde das Gefühl nicht los, dass sich die Uncoachabulls irgendwie selbst im Weg standen. Klar, es fehlten Verletzungs-, Zeit- und Kranheitsbedingt ein paar Stammkräfte der Tübinger. Die zahlreichen Freiwürfe muss man trotzdem für sich nutzen. Die Uncoachabulls waren dennoch sehr gut besetzt. Wahrscheinlich reichte es deshalb zu einer knappen 28:25 Führung zur Halbzeitpause.

In der Halbzeitpause schworen sich die Gäste aus der Neckarstadt nochmal auf das Ziel ein. Schließlich könnte man mit einem Sieg bereits einen Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft feiern. Wie gesagt, eigentlich standen sich die Uncoachabulls vorrangig selbst im Weg.Und damit bauten sie die Gastgeber kontinuierlich auf. Immer wilder wurden die Anfeuerungen von der Tribüne, immer bissiger die Spieler des TSV Calw. Anstatt sich nun aus dem Dreck zu ziehen, wateten die Uncoachabulls lieber im Treibsand umher, was zur Folge hatte, dass plötzlich die Lions in Führung lagen. Das war dem Tabellenführer sichtlich unangenehm, was wiederum dazu führte, dass sich noch mehr Fehler einschleichen konnten. Fehlpässe, schlechte Ballannahme, Turnover aller Art waren die traurigen Resultate eines der furchtbarsten Viertel der letzten Monate. Mit 12:6 Punkten ging dieses Viertel klar und deutlich an die Hausherren.

Niko Vujacic fand nun die richtigen Worte und richtete diese direkt ans Team: „Hier und heute werden wir nicht verlieren!“ Mit dieser grundlegenden Überzeugung ging er in den letzten Spielabschnitt und das restliche Team tat es ihm gleich. Jetzt war dann aber auch mal genug mit Horror-Basketball. Plötzlich waren die Uncoachabulls bissig, störten früh und machten es dem Gegner enorm schwer zu punkten. Der kleine Rückstand zur Viertelpause wurde fünf Minuten vor Spielende in eine knappe Führung umgewandelt. Jetzt lief der Motor endlich wieder und es bestand tatsächlich auch kein Zweifel mehr daran, dass die Uncoachabulls hier mit einem Sieg wieder nach Hause fahren könnten. Jetzt wuchs das Punktekonto der Unistädter rasant an, zum Leidwesen des TSV Calw, der sich ja zwischenzeitlich schon Hoffnung auf die ganz große Überraschung machte. Als Endergebnis kam dann ein deutlicher Sieg (60:41) für die Uncoachabulls heraus.

Vielleicht war das Ergebnis letztlich etwas zu deutlich, aber es zeigt auch, wie gut das Team aus Tübingen eigentlich besetzt war. Einmal entfesselt, hatten die Hausherren keine Chance mehr. Auch wenn es ein hässlicher Sieg für die Uncoachabulls war, bleibt das Fazit gleich: Meisterschaft! Die Krönung für eine außerordentlich erfolgreiche Saison war geschafft. Juhu! Hurra! Yeah!

So richtig feiern wollte nach dieser Leistung aber niemand so recht. Deshalb wird die Meisterschaftsfeier auf das kommende Heimspiel verlegt. Es wird das letzte Spiel der Saison 2015/2016 sein und ist damit ausgezeichnet prädestiniert für eine Sause. Das Saisonabschlussspiel findet am 10.04.2016 ab 17.30 Uhr in der Tübinger Uhlandhalle statt. Gastieren wird die Spvgg Mössingen gegen die die Uncoachabulls auch den Saisonauftakt feierten. So schließt sich also auch der Kreis wieder. Am besten dann noch mit einem weiteren Erfolg!

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