Erst blutleer, dann mit viel Herzblut

Nachtrag zum Auswärtsspiel beim VfL Nagold am 20. Oktober:
Die Uncoachabulls führte das fünfte Saisonspiel zu einer Mannschaft, mit der man in der Vergangenheit schon etliche Schlachten und teils verbitterte Duelle schlug. Und das sich das Team der Gastgeber in der Zwischenzeit auch personell nochmals aufrüsten konnte, war man bei den Tübinger Basketballern vorgewarnt.
Man könnte sogar davon sprechen, dass ein wenig Sorge im Vorfeld vorhanden war. Mit dem Ziel, sich in der Defense enorm ins Zeug zu legen und damit die unbestritten starke Offensivkraft der Nagolder im Zaum zu halten, legten die Uncoachabulls los wie die … naja, lahmen Enten! Was auch immer die Unistädter lähmte, es war heavy stuff! Nach wenigen Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 21:5 in Front und all die guten Vorsätze schienen in weiter Ferne zu sein.
Doch nach einer Auszeit und einer klaren Ansage des Coaching-Teams konnten die Uncoachabulls schnell zurückschlagen. So konnten sie bis zum Viertelende auf 14:21 aufholen. Auch im zweiten Viertel ging es steil bergauf und so konnte man zur Halbzeit auf einen knappen Rückstand von 33:32 blicken.
In der zweiten Halbzeit profitierten die Tübinger Jungs dann davon, dass vor allem die Leistungsträger des VfL gehörig in Foulnöte gerieten. So mussten die Hausherren ihre Defense umstellen, was die Uncoachabulls gnadenlos ausnutzten. Das Spiel hatte sich inzwischen gedreht. Aber der Spielstand nach drei Vierteln (52:54) versprach eine spannende Schlussphase.
Die Neckarstädter kamen dann auch sehr gut in den letzten Spielabschnitt und konnten sich sogar eine kleine Führung erarbeiten, ehe die Nagolder nahezu wie ein angeschlagener Boxer zum Lucky Punch ansetzten. Tatsächlich gelangen ihnen noch ein paar gute Aktionen und erfolgreiche Dreipunktwürfe. Letztlich spielten die Uncoachabulls aber einen abzockten Basketball und entführten somit die zwei Punkte aus Nagold. Der Endstand von 71:78 spiegelt letztlich genau das wider, was die recht zahlreicher Zuschauer zu sehen bekamen: ein spannendes Spiel mit guter Defense, aber auch starker Offense. Beide Seiten schenkten sich wieder einmal nichts. Das bessere Ende fanden aber die Uncoachabulls für sich. Junge,Junge! Auch heute muss man sich von diesem starken und anstrengenden Duell die Schweißperlen von der Stirn wischen!