SVT vs SVT – Die Premiere

Das erste vereinsinterne Derby der Uncoachabulls hatte es wahrlich in sich! Schon vor Spielbeginn gegen die 4. Mannschaft des SV 03 Tübingen war eine gewisse Anspannung auf beiden Seiten zu spüren. Aber es war auch Vorfreude mit im (Vor-)Spiel.

Schon im ersten Viertel konnten die Uncoachabulls gegen die Vereinskollegen überzeugen. Etliche Angriffe wurden schnell und zugleich erfolgreich abgeschlossen. Eine Qualität, die man nicht unbedingt immer von den Uncoachabulls zu sehen bekommt. So musste die doch außergewöhnliche Defense der Vierten, sie spielten eine 1-3-1 Zonenverteidigung, relativ schnell auf eine Manndeckung umgestellt werden. Der Griff in die Trickkiste von „Gäste“-Coach Tommi Unger beschäftigte daher die Hausherren nur kurz. Ende des ersten Spielabschnitts führten die Tübingen Uncoachabulls mit 21:13.

Im zweiten Viertel kämpften sich die Gäste wieder ins Spiel zurück, wohingegen bei der Herren 3 lange Zeit nur wenig gelang. Folglich gab es drei Minuten vor der Halbzeit einen ausgeglichenen Spielstand (27:27). Einen kurzen Schlussspurt später waren die Uncoachabulls aber wieder mit 8 Punkten in Front.

Das dritte Viertel verlief sehr ausgeglichen. Beide Seiten verteidigten gut und das Kräfteverhältnis hielt sich die Waage, sodass der Vorsprung nur geringfügig schmolz.

Auch im letzten Spielabschnitt sah es lange so aus als würde sich am Spielstand nicht mehr viel verändern. Das Niveau der Partie blieb hoch, aber der Vorsprung blieb erhalten. Bis dann plötzlich auf der einen Seite etwas mehr gelingen wollte als auf der anderen Seite. Dies reichte schon aus, um das Spiel wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu befördern – zumindest was den Spielstand anbelangte. Denn die letzten Minuten waren so von Spannung und Emotionen geprägt, dass das Bewahren eines kühlen Kopfes nur äußerst schwer in die Tat umzusetzen war.

In der 38. Spielminute erzielten die Gäste den Ausgleich. Darauf folgte dann sogleich ein erfolgreicher Dreipunktwurf, was die Uncoachabulls nach langer Führung ins Hintertreffen beförderte. Im Gegenangriff wurden den Gastgebern zwei Freiwürfe zugesprochen, von denen der erste sein Ziel traf und der zweite sein Ziel verfehlte. Der Rebound gehörte den Uncoachabulls und die nächsten zwei Punkte ebenfalls. Ein paar Sequenzen später erhöhten die Uncoachabulls auf 64:62. Doch die 2-Punkte-Führung entwickelte sich durch ein etwas wildes Abwehrverhalten wiederum in einen Gleichstand bei noch 2,5 Sekunden Spielzeit.

In der Auszeit der Uncoachabulls dachten sie sich tatsächlich einen Einwurfspielzug aus! Ja, richtig gelesen – die Uncoachabulls taten dies! Dieses Einwurfspiel gelang nur zur Hälfte. Der Wurf ging an den Ring, der Rebound ging dann per Tip-In durch die Reuse!!!

Korb zählt, +2, Jubel… noch mehr Jubel … und der Derbysieg war für die Uncoachabulls unter Dach und Fach!

Wer dieses Spiel verpasst hat, hat wirklich was verpasst! Eine Begegnung mit vielen Emotionen, tollen Aktionen, viel Herzblut, zwei Mannschaften, die alles für den Sieg gegeben haben und ein Finish, das jeden Krimi blass aussehen lässt. Sowas wäre zumindest eine Story für Tagblatt-Sport wert gewesen. Aber auch so nehmen die Uncoachabulls sehr gerne den 66:64-Erfolg im vereinsinternen Duell mit und bleiben damit auch im sechsten Spiel ungeschlagen.