Diese Derbyschlacht geht in die Geschichte ein

Die Uncoachabulls gewinnen einen regelrechten Klassiker „for the ages“ im Heimspiel gegen den TV Derendingen 4 erst nach Verlängerung mit 80:74.

Doch zunächst stand das Spiel grundsätzlich auf der Kippe als am Freitagmorgen gerade einmal vier einsatzfähige Spieler seitens des TVD vorhanden zu sein schienen. Doch nur wenige Stunden später kam dann die Entwarnung – das Spiel konnte stattfinden. Zur Verwunderung der Uncoachabulls konnten die Gäste letztlich für das Derby doch 8 „gefährliche“ Spieler aufbieten. Für die Hausherren, die nach langer Abstinenz auch mal wieder ein Spiel in der Hermann-Hepper-Halle austrugen, hieß das: macht euch bereit auf ein physisches Spiel!

Das wurde es dann auch von der ersten Sekunde an. In einem regelrechten Abnutzungskampf blieb es zwar größtenteils fair, aber auch zugleich wahnsinnig eng. Nach zehn Minuten sah man noch keine Tendenz und der Spielstand von 19:19 konnte daher locker als Fakt für diese Behauptung herangezogen werden.

In zweiten Viertel gab es genau 5 Phasen – einen 4:0-Lauf der Uncoachabulls, gefolgt von einem 6:0-Lauf der Gäste, wiederum gefolgt von einem 7:0-Run inkl. Dreier der Gastgeber, gefolgt von einem 3:0-Strohfeuer des TVD und abgeschlossen durch einen 6:0-zwei-erfolgreiche-Dreipunktwürfe-Lauf der Uncoachabulls. Insgesamt also eine 8-Punkte-Führung der Hausherren. Grund: der Ball lief nun gut in den eigenen Reihen, was zu freien und erfolgreichen Korbwürfen führte.

Das dritte Viertel war wieder sehr ausgeglichen. Mini-Vorteile seitens der Uncoachabulls waren auszumachen… aber wirklich nur klitze klitze kleine. 51:42-Führung nach 30 Minuten.
Der vierte Spielabschnitt begann zunächst spitze für die Jungs vom SV 03. Der Vorsprung wuchs schnell noch etwas an. Jedoch entwickelte sich ab diesem Zeitpunkt dann ein waschechter Hitchcock-Thriller. Die TVDler kämpften sich mit aller Macht zurück in die Partie. Mit Erfolg, so darf man festhalten. Denn obwohl die Uncoachabulls von der Freiwurflinie Eiswürfel pinkelten und eine wahrlich traumwandlerische Freiwurfquote auf das Parkett zauberten, schafften die Derendinger ein ums andere Mal einen erfolgreichen Korbwurf abzufeuern, der dann auch noch inklusive Foulpfiff vonstatten ging. Eine letzte Chance zum Sieg in regulärer Spielzeit konnten die Tübinger Basketballer dieses Mal nicht für sich nutzen. Logische Konsequenz: 66:66! Verlängerung!

In der Verlängerung waren erstmal die Gäste am Zuge. Nur ein erfolgreicher Korbleger fehlte und die Derendinger Truppe hätte mit fünf Punkten ein kleines Polster aufgebaut. Der Korbleger ging jedoch daneben. Die Uncoachabulls schlugen nun ihrerseits zurück und schafften es noch ein letztes Mal, das Momentum auf ihre Seite zu bringen. Bis zum Ende der Begegnung änderte sich daran nichts mehr und die Hausherren besiegelten mit dem 80:74 Endstand den neunten Sieg im neunten Spiel.

Die Gäste hatten den Uncoachabulls wirklich alles abverlangt. Dafür gebührt ihnen Respekt. Es war ein absolut packendes Derby, das die Zuschauer spürbar mit hinein zog. Die Gastgeber stellten am Ende erleichtert fest, dass sie ein weiteres Mal durch Teamwork an allen Ecken und Enden, ein knappes Spiel für sich entscheiden konnten. Wie gesagt: ein Derby „for the ages“!