Low Energy, Mid Score

In einem Spiel, das für die Zuschauer nur wenige Punkte bot, setzten sich die Tübingen Uncoachabulls bei den Grasshoppers Mössingen mit 46:58 durch und wurden somit ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit dem 99:49 Feuerwerk aus dem Hinspiel hatte das Ganze diesmal wahrlich nichts zu tun.

Schon im ersten Viertel war zu bemerken, dass die sieben angereisten Uncoachabulls nur wenig Energie auf das Spielfeld mitgebracht hatten. Mit der absolut einschläfernden Startsequenz konnten die Tübinger Basketballer nicht unbedingt für Respekt des Gastgebers sorgen. Vielmehr wich die anfängliche Zurückhaltung der Hausherren durch das recht zahnlose Auftreten der Gäste relativ schnell einer gewissen Hoffnung, an diesem Abend doch mehr als erhofft holen zu können. Das 13:12 nach zehn Spielminuten sagt eigentlich schon so einiges über den Spielverlauf aus.

Im zweiten Viertel ging es zunächst relativ ähnlich weiter. Bis dann endlich seitens der Uncoachabulls zu einem kleinem Zwischensprint angesetzt wurde. Mit der Verteidigung konnte das Trainergespann Greco/Kehrer auch weiterhin nicht zufrieden sein. Aber wenigstens lief nun der Ball in der Offense besser. Auch die Längenvorteile konnten nun besser ausgenutzt werden. Trotzdem war noch etwas Handbremse zu spüren. Deshalb auch nur eine knappe 30:26-Führung der Gäste zur Halbzeit.

Nun folgte die spannende Frage: Schaffen es die Unistädter den Schwung mit in das dritte Viertel zu nehmen? Schon oft hat eine Halbzeitpause genau das Gegenteil bewirkt. Doch diesmal nicht! Denn es sollte nun die beste Phase der Uncoachabulls folgen. Die Defense war nun gnadenlos – Rim Protection, schwierige Würfe für den Kontrahenten und schnelle Hände, alles war nun in verschiedenster Ausprägung vorhanden. Die eigenen Angriffssequenzen waren dagegen durchwachsen. Man hätte eigentlich deutlich mehr als die 16 erzielten Viertel-Punkte erzielen können. Aber da man in der Verteidigung nichts anbrennen ließ, wuchs der Vorsprung auf 14 Punkte an als das Signal zum dritten Viertelende ertönte.

Wohl mit dem unterbewussten Gefühl, den Sieg bereits in der Tasche zu haben, knüpften die Uncoachabulls nun wieder an die Leistung aus dem ersten Spielabschnitt an. Magere Kost an beiden Enden des Spielfelds war das Resultat hieraus. Über dieses Schlussviertel braucht man also nicht allzu viele Worte verlieren.

Vielmehr kann man über das Gewinnen sprechen. Denn einen letztlich ungefährdeten Sieg haben die Uncoachabulls am Ende des Tages doch hinbekommen. Und genau das ist es ja wohl, was zählt. Deshalb: Zwei Punkte im Gepäck und weiter geht’s!