24 Siege in Folge! Leider gestoppt…

Tübingen Uncoachabulls vs SG Schramberg 59:79

Die unglaubliche Siegesserie der Uncoachabulls fand beim Heimauftakt leider nach 24 Siegen in Folge ein Ende. Als am vergangenen Samstag die SG Schramberg in der Tübinger Ballspielhalle gastierte, lag die letzte Niederlage der Uncoachabulls fast 18 Monate zurück. Jetzt ist dieser wilde Fahrt nach dem 59:79 vom Wochenende erstmal gestoppt worden.

Leider mussten die Jungs vom SV 03 mit nur sieben Spielern auskommen. Verschiedene Ausfälle und ein ohnehin zahlenmäßig nicht so ganz tief besetzter Kader nagen noch etwas an den Kräften. Besserung ist hier zwar in Sicht, aber dennoch war es für diese Partie gegen den Vorjahres-Fünften insgesamt leider nicht ausreichend, um über 40 Minuten durchpowern zu können.

Das Spiel begann aber trotzdem mit richtig atemberaubendem Tempo. Beide Teams waren bis in die Haarspitzen motiviert und konnten auch ziemlich stark verteidigen. Es war Hüben wie Drüben richtig schwer zu Korberfolgen zu kommen. Es war dabei schön zu sehen, dass die Uncoachabulls in dieser Phase einige Ballgewinne erlangen konnten. Leider konnten sie aber nur wenig Zählbares dabei herausholen. Und so waren die Schramberger schon nach 10 Spielminuten leicht im Vorteil (Spielstand 16:21).

Das zweite Viertel war für die Neckarstädter dann ganz schwer. In den ersten Minuten ging es zwar noch recht gut los, fiel dann jedoch auch sehr schnell ab. Chaotische Offensive und super schwache Trefferquoten machten leider das zunichte, was man an Intensität in der Defensive investierte. Dann schienen auch die Kräfte etwas zu schwinden, was die Trefferquoten nicht unbedingt verbesserte. Die SG Schramberg setzte sich berechtigterweise etwas ab und zur Halbzeit liefen die Uncoachabulls einem Rückstand von 25:38 hinterher.

Die Uncoachabulls nutzten die längere Pause aus, um mal so richtig durchzuschnaufen. Das war auch wirklich nötig. Das Tempo der ersten 20 Minuten war wirklich hoch. Nach dem sprichwörtlichen Pausentee und ohne eine zweites Warm Up versuchten die Unistädter wieder in die Partie zurückzufinden. Zunächst zeigte sich aber ein ähnliches Bild wie kurz vor der Halbzeitpause. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Tübinger Basketballer jedoch wieder in das Spiel zurückkämpfen. Besonders in den letzten Minuten vor der dritten Viertelpause legten sie nochmals einen Zahn zu und verringerten einen höheren Rückstand von über 15 Punkten in ein deutlich aussichtsreicheres 51:58-Defizit.

Im letzten Viertel ging dann aber ganz offensichtlich und ganz schnell die Puste aus. Leider machte sich hier dann nicht nur der dünne Kader sondern auch ein taktischer Fehler bemerkbar. Das gute dritte Viertel führte dazu, dass das Trainer-Gespann der Hausherren das Auswechseln vernachlässigte. So war es natürlich bei sieben Spielern kaum verwunderlich, dass das Team bei diesem hohen Tempo zum Ende hin ausgepowert war. Aber man muss natürlich auch zugeben, dass die Gäste aus Schramberg vollkommen routiniert und überlegt auf die Schwachstellen einschlugen bis der Widerstand nur noch mit stumpfen Waffen möglich war.

Die 59:79 Niederlage schmerzt zwar sehr, geht aber im Großen und Ganzen auch in dieser Höhe in Ordnung. Die SG Schramberg war insgesamt organisierter, variabler und auch tiefer besetzt. Deshalb konnten die Uncoachabulls den Gästen nach dem Spiel neidlos gratulieren. Sich selbst grämen sollten die Gastgeber aber auch nicht unbedingt. An Einsatzwillen und Kampfgeist hatte es ja nicht gemangelt. Es war nur einfach etwas unkoordiniert und chaotisch … und die Trefferquote erst … !!! 🙈 Das kann nur besser werden! 🤓