Three and D als Erfolgsformel gegen die TuS Metzingen

Tübingen Uncoachabull vs TuS Metzingen 68:49

Am vergangenen Samstag gastierte mit der TuS Metzingen ein Tabellennachbar in Tübingen gegen den ein Sieg dringend benötigt wurde. Sowohl die Uncoachabulls als auch die Gäste aus der deutschen Outlet-Metropole standen mit 2 Siegen aus 6 Spielen da und wollten unbedingt den dritten Saisonerfolg einheimsen, um sich etwas aus der unteren Gefahrenzone fernzuhalten.

Vor dem Spiel sah es für die Uncoachabulls personell gar nicht gut aus. Etliche Verletzte und dann auch noch mit Robin Cramer ein stark Erkälteter lichteten den Kader doch enorm. Aber in den letzten Stunden vor Spielbeginn taten sich doch noch ein paar Wunderheilungen hervor und letztlich konnte das Trainergespann Greco / Kehrer auf ein rekordverdächtiges 10-Mann-Team zurückgreifen. Ein großes Lob an dieser Stelle an alle aus dem Uncoachabulls-Lazarett, die auf die Zähne gebissen haben, um doch am so wichtigen Spiel teilnehmen zu können! 😍

Die Begegnung startete recht zerfahren. Beiden Teams war anzumerken, dass sie das Spiel nicht verlieren und dafür alles geben wollten. Die Gäste, die ohne ihren Topscorer C. Hirn auskommen mussten, erwischten dann in den ersten fünf Minuten doch den etwas besseren Start. Die Beine der Hausherren wirkten etwas müde und langsam, sodass die Verteidigungsleistung leider etwas zu wünschen übrig ließ. Im Angriff tat man sich zusätzlich schwer, die vereinbarten Abläufe abzurufen. So führten die Metzinger zur ersten Auszeit mit 13:6.

Nur zwei Dreier der Uncoachabulls fanden bis dahin ihr Ziel. Doch genau das ist das Stichwort: die Defense wurde in der Auszeit verändert. Dies zeigte gleich Wirkung und so fanden die Unistädter wieder zurück ins Spiel. Dieses Selbstvertrauen führte sogar dazu, dass die in dieser Saison bislang schwachen Wurfquoten kein Hindernis für das eigene Selbstvertrauen darstellten. Im Gegenteil – die Stopps in der Verteidigung wurden in der Offense zu weiteren fünf erfolgreichen Dreipunktversuchen umgemünzt. Spielstand nach neun Spielminuten: 21:13 für die Uncoachabulls. Bis dato waren alle Punkte der Gastgeber über Dreier erfolgt. Das nagte verständlicherweise an den Gästen. Zum Viertelende führten die Uncoachabulls mit 26:16.

Den zweiten Spielabschnitt verbrachten beide Teams oft an der Freiwurflinie. Doch das bedeutet nicht, dass der Spielfluss dadurch gestört war. Vielmehr versuchten sowohl Heim- als auch Gastmannschaft den Korb konsequent zu attackieren. Die Uncoachabulls taten dies, um etwas mehr Unberechenbarkeit in ihr Spiel zu bekommen. Die zahlreichen erfolgreichen Dreier waren zwar sehr erfreulich, letztlich über ein gesamtes Spiel dann aber doch zu eindimensional. Da beide Mannschaften nur überschaubaren Erfolg an der Linie verzeichneten, blieb die Führung der Uncoachabulls relativ gleich und relativ komfortabel. Zur Halbzeit waren sie mit 38:26 in Front.

Nach dem Pausentee ergab sich ein ähnliches Bild wie im zweiten Viertel. Jedoch taten sich die Uncoachabulls auch bemerkenswert schwer im Angriff. Die Defense stimmte, die Einstellung ebenfalls. Darin war die schwache Phase also nicht begründet. Aber in der Offensive fehlte irgendwie etwas. Egal, denn auch bei den Gästen lief nicht besonders viel zusammen. So blieb der Vorsprung konstant. Spielstand nach 30 Spielminuten: 48:36 für die Hausherren.

Im vierten Viertel belohnten sich die Uncoachabulls dann endlich auch in der Offensive. Die starke Verteidigung und Reboundarbeit führte zu einigen Schnellangriffen, die größtenteils genutzt wurden. Als die Neckarstädter in der 35. Spielminute mit 20 Punkten führten (61:41) war der Glaube an den Sieg seitens der TuS Metzingen weitestgehend gebrochen. Die Uncoachabulls ließen nichts mehr anbrennen und brachten das Ergebnis souverän über die Ziellinie. Der Endstand: 68:49.

Dass die Situation am Ende so klar war, ist vor allem dem Teamgeist zu verdanken. Nicht nur, dass sich einige der verletzten und lädierten Uncoachabulls zum Spiel schleppten, soll hier erwähnt sein. Nein, auch die Teamdefense und die tolle Disziplin sowie der starke Fokus innerhalb der 40 Spielminuten waren letztlich die Erfolgsgaranten. Das hat nach den zwei ätzenden Pleiten auch wieder richtig Spaß gemacht! Übrigens, am Rande noch ein großes Lob an das Schiedsrichtergespann Schneider / Hellmann, die die Partie von der ersten Minute mit einer klaren Linie geführt haben und es beiden Teams sichtlich Spaß machte, Teil dieser Begegnung zu sein!

Mit nunmehr drei Siegen aus sieben Spielen belegen die Uncoachabulls aktuell den fünften Tabellenplatz. Viel wichtiger ist jedoch, dass man diesen Erfolg als Team feiern und jeder seinen Teil dazu beitragen konnte.