Kategorie: Saison 2018/2019

Siegreich im Classico

Classico, die Mutter aller Tübinger Derbys, ein Muss für jeden Basketballfan – was hat man nicht schon alles für Bezeichnungen für das Aufeinandertreffen der Tübingen Uncoachabulls auf den TV Derendingen gefunden? Gemunkelt, spekuliert und philosophiert wurde bereits darüber, wer denn auf beiden Seiten auflaufen würde. Und dann? Ja dann, traten sechs TVDler gegen sieben Uncoachabulls an und die ganze Magie des Derbys schien bereits verflogen.

Doch schon am Ergebnis von 60:65 kann man erkennen, dass es sich hierbei am vergangenen Samstag dann doch nicht um einen lockeren Aufgalopp handelte. Nein, vielmehr wurde auch diesmal wieder gekratzt, gebissen, geschubst, gekämpft und sich beharkt, um schließlich und endlich einen Sieger zu ermitteln. Tübingen gegen Derendingen – das geht einfach nicht ohne Emotionen über die Bühne. Auch nicht, wenn der Gast bereits als Meister feststeht und der Gastgeber mit der „Resterampe“ (eigene Aussage!) aufläuft.

Über das Spiel an sich wollen wir mal lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Da gab es wahrlich nicht viel Feinkost zu sehen. Trefferquoten, die auch gut und gerne ein Minus vor dem Zahlenwert haben dürften und Turnover noch und nöcher. Dem Schreiberling dreht sich auch heute noch der Magen um, wenn er an die Partie denkt.

Und doch muss man zugeben, dass gegen Ende wieder die Spannung so zum Greifen war, dass es sich doch gelohnt hatte, den Weg ans Derendinger Feuerhägle gefunden zu haben. Deshalb: Danke an alle, die sich nicht zu schade waren, bei schönstem Wetter in die Halle zu kommen und sich diesen (nicht ganz ansehnlichen) Klassiker anzusehen!

… und nach dem Spiel waren nach kurzen Diskussionen auch wieder alle Freunde! 🥰

Start-Ziel-Sieg gegen den TVR

Letzten Sonntag gastierte der TV Rottenburg in der Uhlandhalle um die Tübingen Uncoachabulls herauszufordern. Auch bei diesem Duell durfte man gut und gerne von einem Derby sprechen, liegen beide Orte ja nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Bei diesem Aufeinandertreffen des designierten Meisters der aktuellen Saison und Bezirksliga-Absteigers der vorherigen Saison konnten sich letztlich die Uncoachbulls mit 82:70 durchsetzen.

Schon vor dem Spiel war klar, dass es eine schwierige Aufgabe für die Tübinger Basketballer werden würde. Wieder einmal mit nur sieben Männern konnte das Trainergespann Greco/Kehrer antreten. Kein ungewohntes Bild in dieser Saison. Die Kontrahenten kamen dagegen mit zehn Spielern voll motiviert zum Gastspiel. Auch bei den Zuschauern war ein deutliches Übergewicht für die Gäste festzustellen.

Letztlich ließen sich die Uncoachabulls aber nicht davon beirren. Nach etwas verhaltenem Start fanden sie relativ schnell ihren Weg in die Partie. Dies gelang vor allem durch Teamplay. In der Offensive lief der Ball sehr gut. So konnte man äußert variabel agieren und war dadurch nur schwer berechenbar.

In der Defensive konnten sich die Unistädter dagegen fast ausschließlich auf den Ligatopscorer Lopatin konzentrieren. Zwar konnte er insgesamt 48 Punkte markieren, bekam aber punktetechnisch nur wenig Unterstützung von seinen Mitstreitern. Das machte es für so erfahrene Recken, wie es die Uncoachabulls sind, leichter, sich auf eine Sache zu fokussieren.

Bis auf das zweite Viertel, welches man mit 10:11 verlor, konnten sich die Uncoachabulls jeden Spielabschnitt sichern, weshalb man am Ende durchaus von einem in dieser Höhe verdienten Sieg sprechen kann. Nicht zu verachten war aber, dass die Gäste aus Rottenburg zu keiner Phase des Spiels aufgaben. Auch ihnen darf großer Respekt gezollt werden.

Sehr ausgelassen ging es nach dem Spiel zu. Sichtlich erleichtert und zufrieden wurde mit den Anwesenden, seien es die Zuschauer, Rottenburger Gegenspieler, Schiedsrichter oder auch die Mannschaften, die nach den Uncoachabulls noch antraten, ein Pläuschchen hier und da gehalten. Good times in der Uhlandhalle! 🥳

SVT vs SVT – Teil 2

Die Uncoachabulls entscheiden auch das zweite vereinsinterne Duell gegen die SV 03 Tigers Tübingen 4 knapp mit 70:72 für sich! Im Spitzenspiel, beim dem der Tabe:llenzweite am vergangenen Freitag zur Primetime den Tabellenführer in der Uhlandhalle empfing, ging es von Beginn an so richtig zur Sache. Die zahlreichen Zuschauer bekamen über 40 Spielminuten eine richtig rasante Begegnung geboten.

Jubelnde Uncoachabulls vor dem 70:72 Spielergebnis

Für die Uncoachabulls war zwar schon vorher klar, dass sie auch bei einer Niederlage weiterhin Tabellenführer bleiben würden, wohingegen die Gastgeber unbedingt gewinnen mussten, um noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Trotzdem war es für die „Gäste“ eine Frage der Ehre, in diesem internen Derby als Sieger hervor zu gehen. Und so konnten die Uncoachabulls, nach dem anfänglichen Abtasten, ab Mitte des ersten Viertels die ersten wichtigen Akzente setzen. Über die Defense ging es dann ganz schnell zu einigen erfolgreichen Offensivsequenzen, weshalb die „Bulls“ den ersten Abschnitt bereits recht deutlich mit 13:22 für sich entscheiden konnten.

Im zweiten Viertel blieb das Kräfteverhältnis recht ähnlich. Dennoch konnten sich die Uncoachabulls nicht richtig absetzen, was vor allem auch daran lag, dass die Hausherren des Abends am offensiven Brett sehr bissig und konsequent nach Rebounds fischten oder den Ball gekonnt in die Nähe des Bretts und folglich in den Korb bringen konnten. Trotzdem, die Uncoachabulls bestimmten gewissermaßen das Tempo der Begegnung. Der Stand von 29:35 darf hier als Beleg hierfür dienen.

Nach dem Break zu Spielmitte gelang es den Uncoachabulls auch da wieder fortzusetzen, wo sie vor der Halbzeitpause aufgehört hatten. Dies führte auch dazu, dass die Gästemannschaft wieder etwas mehr Distanz in das Spielergebnis bringen konnten. Besonders die Attacken zum Korb forderten die Gastgeber immer wieder aufs Neue heraus – mit dem Resultat, dass sie immer mehr in Foultrouble gerieten. Es fiel ihnen sichtlich schwer, sich auf die Uncoachabulls einzustellen, denn die hatten auf allen Positionen wirklich gefährliche Akteure aufzubieten. Die „Dritte“ konnte diese Vorteile sehr gut ausnutzen. Durch die mannschaftliche Geschlossenheit wuchs der Vorsprung nach drei Vierteln auf 46:55 an.

Ähnlich, wie im Hinspiel, das die Uncoachabulls mit der Schlusssirene für sich entscheiden konnten, wurde das letzte Viertel wieder nichts für Personen mit schwachen Nerven. Nachdem sich das Gästeteam eigentlich schon recht komfortabel absetzen konnte, suchten die Mannen der „Vierten“ ihr Heil von der Dreipunktlinie. Man muss zugeben: mit Erfolg. Allein vier – teilweise wilde – Dreier fielen durch die Reuse. Mal übers Brett, mal von Schützen, die nicht gerade für ihre Routine von jenseits der 6,75-Meter-Linie bekannt sind. 😉 Jedenfalls wurden so die letzten Minuten und vor allem die letzten Sekunden zur Zitterpartie für die Uncoachabulls. Der bereits sicher geglaubte Erfolg glitt fast durch die Hände. Aber dank starker Nerven von der Freiwurflinie und guten Entscheidungen in den letzten Sequenzen, ging für die Uncoachabulls letztlich doch alles glatt als der letzte Not-Dreier der Gastgeber von jenseits der Mittellinie mit der Schlusssirene nicht von Erfolg gekrönt wurde.

Endstand 70:72 – die Uncoachabulls schafften demnach abermals einen Sieg mit zwei Punkten Unterschied. Übrigens, der erste Auswärtssieg für die Uncoachabulls in der Uhlandhalle – EVER! Dieses Ereignis zum jetzigen Zeitpunkt gegen eine Mannschaft, die vereinzelt mit den Helden bestückt ist, die einen vor über 20 Jahren überhaupt erst dazu gebracht hatten, selbst eine Basketballmannschaft zu gründen, ist sicher ein Highlight in der eigenen Amateursportkarriere!

Nach diesem Erfolg ist die Meisterschaft für die Uncoachabulls zum Greifen nahe. Noch haben sie es rein rechnerisch nicht geschafft, aber die weiße Weste nach 16 Spieltagen ist schon sehr viel wert. Danke an das zahlreiche Publikum, das diesen Abend zum einem besonderen Erlebnis gemacht hat! Jetzt kann man dem Team nur noch raten: Stay focused! & Weiter so!

Ein hartes Stück Arbeit

Am vergangenen Samstag gab es einen scheinbar ungefährdeten 69:57-Sieg im Topspiel gegen den VfL Nagold. Doch war der Spielverlauf so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt? Mitnichten!

Sowohl die Gäste aus Nagold als auch die Uncoachabulls waren zahlenmäßig sehr dünn besetzt. Die Nagolder konnten sogar nur mit sechs Spielern antreten und mussten dabei auch auf einen kurzfristigen Zugang zurückgreifen. Die Tübinger Basketballer waren aber auch nur zu siebt – leichte Vorteile also.

Der Start ins Spiel war dann auch erstmal schwere Kost für den Basketballromantiker. Hüben wie drüben gab es etliche Fehlwürfe trotz gar nicht mal so übler Spielsituationen und Chancen. Aber irgendwie wollte das synthetische rund Teil nicht durch den Ring. Beim Stand von 9:13 gab es dann die erste Viertelpause.

Auch das zweite Viertel geht definitiv nicht in die Annalen ein – zumindest nicht für Offensivfanatiker. In der Defensive wurde nämlich auf beiden Seiten so richtig geackert. Diesmal hatten sich aber die Uncoachabulls kleine Vorteile erarbeitet. So schafften sie es aus dem 9:13-Rückstand, eine knappe 25:24-Führung zur Halbzeit zu machen.

Nach der Halbzeitpause ging es dann etwas punktereicher zu. Dennoch blieb das Spiel weiterhin spannend und offen. Wer Basketball immernoch als körperloses Spiel betrachtet, hätte sich an jenem Abend eines besseren belehren lassen können. Das Spiel war nämlich auch deshalb so eng, weil sich beide Teams wahrlich nichts schenkten. Mit vollem Einsatz und etwas mehr Fortune schafften es die Neckarstädter zu einem Spielstand von 42:39 nach dreißig Spielminuten.

Aufgrund der nicht zimperlichen Gangart waren beide Mannschaften körperlich und mental ziemlich am Limit. Da man seitens der Uncoachabulls leichte Zahlen- und große Größenvorteile hatte, wollten man sich diesen Umstand dann im finalen Viertel zu Nutze machen. So richtig absetzen konnten sie sich aber erst als der Nagolder Kapitän und Coach mit fünf persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen musste. Dies war letztlich auch ein Schlüsselmoment, da fortan auch der Spielaufbau der Gäste nicht mehr so flüssig lief. Die Uncoachabulls konnten nun ihrerseits nochmal ein letztes Hurra starten, was letzten Endes auch dazu führte, dass das Endergebnis mit 69:57 deutlicher ausfiel als es vielleicht verdient sein mag.

Es war ein richtig heißer Fight! Auch wenn die Gäste natürlich enttäuscht waren, stimmten sie zu, dass es wirklich Spaß gemacht hatte. Auch die Zuschauer äußerten ihre Begeisterung mit lautem Beifall für beide Mannschaften. Selbst wenn der Start nicht besonders attraktiv war, darf der Spielverlauf als eine Art Werbung für den Sport gesehen werden.

Die Uncoachabulls sind erstmal froh, dass sie ihre Serie ausbauen konnten. Gleichzeitig äußerten sie ihren Respekt für die Leistung des Gegners noch vor Ort. R-E-S-P-E-C-T! Tolle Leistung aber auch von den Uncoachabulls! Weiter so!

Low Energy, Mid Score

In einem Spiel, das für die Zuschauer nur wenige Punkte bot, setzten sich die Tübingen Uncoachabulls bei den Grasshoppers Mössingen mit 46:58 durch und wurden somit ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit dem 99:49 Feuerwerk aus dem Hinspiel hatte das Ganze diesmal wahrlich nichts zu tun.

Schon im ersten Viertel war zu bemerken, dass die sieben angereisten Uncoachabulls nur wenig Energie auf das Spielfeld mitgebracht hatten. Mit der absolut einschläfernden Startsequenz konnten die Tübinger Basketballer nicht unbedingt für Respekt des Gastgebers sorgen. Vielmehr wich die anfängliche Zurückhaltung der Hausherren durch das recht zahnlose Auftreten der Gäste relativ schnell einer gewissen Hoffnung, an diesem Abend doch mehr als erhofft holen zu können. Das 13:12 nach zehn Spielminuten sagt eigentlich schon so einiges über den Spielverlauf aus.

Im zweiten Viertel ging es zunächst relativ ähnlich weiter. Bis dann endlich seitens der Uncoachabulls zu einem kleinem Zwischensprint angesetzt wurde. Mit der Verteidigung konnte das Trainergespann Greco/Kehrer auch weiterhin nicht zufrieden sein. Aber wenigstens lief nun der Ball in der Offense besser. Auch die Längenvorteile konnten nun besser ausgenutzt werden. Trotzdem war noch etwas Handbremse zu spüren. Deshalb auch nur eine knappe 30:26-Führung der Gäste zur Halbzeit.

Nun folgte die spannende Frage: Schaffen es die Unistädter den Schwung mit in das dritte Viertel zu nehmen? Schon oft hat eine Halbzeitpause genau das Gegenteil bewirkt. Doch diesmal nicht! Denn es sollte nun die beste Phase der Uncoachabulls folgen. Die Defense war nun gnadenlos – Rim Protection, schwierige Würfe für den Kontrahenten und schnelle Hände, alles war nun in verschiedenster Ausprägung vorhanden. Die eigenen Angriffssequenzen waren dagegen durchwachsen. Man hätte eigentlich deutlich mehr als die 16 erzielten Viertel-Punkte erzielen können. Aber da man in der Verteidigung nichts anbrennen ließ, wuchs der Vorsprung auf 14 Punkte an als das Signal zum dritten Viertelende ertönte.

Wohl mit dem unterbewussten Gefühl, den Sieg bereits in der Tasche zu haben, knüpften die Uncoachabulls nun wieder an die Leistung aus dem ersten Spielabschnitt an. Magere Kost an beiden Enden des Spielfelds war das Resultat hieraus. Über dieses Schlussviertel braucht man also nicht allzu viele Worte verlieren.

Vielmehr kann man über das Gewinnen sprechen. Denn einen letztlich ungefährdeten Sieg haben die Uncoachabulls am Ende des Tages doch hinbekommen. Und genau das ist es ja wohl, was zählt. Deshalb: Zwei Punkte im Gepäck und weiter geht’s!